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Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte

Themen

Das Reich der Himmelsscheibe

Die Pyramiden in Ägypten, die prunkvollen minoischen Paläste in der Ägäis – Zeugnisse früher Staaten im 2. Jahrtausend vor Christus, die uns gut bekannt sind. Doch wie lebten die Menschen zur selben Zeit in Mitteleuropa? Neue Forschungen unterschiedlicher Fachgebiete lassen diese Zeit nun lebendig werden.

Gab es auch in Mitteldeutschland eine Dynastie, deren Herrscher in weithin sichtbaren Grabhügeln bestattet wurden? Befehligten sie Armeen, deren Waffen wir in großen Bronzeschätzen wiederfinden? Lebte die Bevölkerung in friedlichen Zeiten, ohne Burgen und Befestigungen? Und reisten Verwegene in ferne Länder, um Kontakte zu knüpfen und neues Wissen mit in die Heimat zu bringen?

Das Landesmuseum für Vorgeschichte lädt Sie ein zu einer Reise in das ›Reich der Himmelsscheibe‹!

Geheimwissen

Die Himmelsscheibe von Nebra (UNESCO-Weltdokumentenerbe) ist ein herausragender Fund aus der frühen Bronzezeit – die älteste konkrete Himmelsdarstellung der Menschheitsgeschichte. Gleichzeitig ist in ihrem Bild jedoch auch geheimes Wissen verschlüsselt: Wer die Himmelsscheibe besaß und wusste, wie er sie zu lesen hatte, konnte den Jahreskalender für seine Mitmenschen vorgeben, hatte Macht über die Zeit.

Neue Horizonte

Wie kam dieses Wissen in unsere Region?

Die Himmelsscheibe selbst ist ein Zeugnis weitverzweigter Netzwerke der Frühbronzezeit: Die mythologische Vorstellung eines Sonnenschiffes kommt wohl aus dem Alten Ägypten, das Wissen um Plejadenkonstellationen aus dem Vorderen Orient. Das erst vor wenigen Jahren entdeckte Ringheiligtum von Pömmelte bei Magdeburg entspricht in seinen Abmessungen genau dem gleichzeitigen Stonehenge in Südengland.

Doch nicht nur Ideen reisten weit: Das Kupfererz der Scheibe stammt aus Österreich, das Gold aus Cornwall. Bernstein von der Ostsee wurde in Sachsen-Anhalt, Griechenland und sogar Mesopotamien gefunden.

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