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Die Zeit der Himmelsscheibe

Die ersten Fürsten

In verschiedenen Regionen Europas bestattete man am Beginn der Bronzezeit (2.300 bis 1.600 v. Chr.) einige Tote sehr prachtvoll. Sie wurden in oft gewaltigen Monumenten beigesetzt, versehen mit üppigen Gaben.

Das Totenbrauchtum stellt jedoch nur wenige Prominente heraus, Männer und Frauen. In Mitteldeutschland sind um 2.000 v. Chr. mehrere solcher fürstlichen Gräber angelegt worden, auch der Hügel von Leubingen. Die Macht dieser Toten beruhte wohl auf dem Reichtum der Regionen, der Kontrolle des Metallaustausches und auch der Salzvorkommen an der Saale.

Die Zeit der Prachtgräber war kurz. In Mitteldeutschland sollten fast zwei Jahrtausende vergehen, bis die archäologischen Funde wieder ähnlich bedeutende Personen erkennen lassen.

Die weite Welt im Herzen Europas

Die Popularität von Bernstein, Kupfer, Zinn und Gold am Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. führte zu ganz Europa umfassenden Netzwerken des Austauschs der begehrten Waren. Mitteldeutschland saß dabei im Herzen Europas wie die Spinne im Netz der Handelswege zwischen Nord und Süd, Ost und West. Zusätzlich verfügte man hier über eine sehr exklusive Ware: Salz. Der Nachweis von grober Keramik, in der Salz gesotten wurde, belegt eine Salzproduktion in Halle bereits in der Frühbronzezeit.

Der Großteil des in Mitteldeutschland in dieser Zeit verarbeiteten Kupfers kommt jedoch aus dem Ostalpengebiet. Zahlreiche Bronzen bezeugen in ihren Formen und Verzierungen fremde Einflüsse aus Irland, Skandinavien, dem Alpenraum und Ungarn. Gleichzeitig sind einzelne mitteldeutsche Metallgegenstände auch in Skandinavien, Oberitalien und Ungarn überliefert.

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