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UNESCO – Memory of the World

Kontextualisiertes Erleben der Himmelsscheibe von Nebra. Schätze der Menschheit im Spannungsfeld zwischen archäologischen Originalschauplätzen und digitaler Welt

Die Himmelsscheibe von Nebra ist unzweifelhaft ein Fund von Weltrang. Das im Objekt codierte Wissen und sein kulturelles Umfeld faszinieren die Besucher und zahlreiche Forscher seit annähernd 20 Jahren. Das Erlebbarmachen des räumlichen und zeitlichen Kontextes der Himmelsscheibe über den Museumsbesuch hinaus und mittels medialer Zugänge kann nun auch im Rahmen eines Projektes am Landesmuseum für Vorgeschichte und Dank der Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie das Land Sachsen-Anhalt gelingen.

Die Welt der Himmelscheibe, ihre einzigartige Geschichte und die mit ihr verbundenen Himmelswegestationen stehen im Mittelpunkt des Projektes ›UNESCO – Memory of the World: Kontextualisiertes Erleben der Himmelsscheibe von Nebra‹. Ein Teilprojekt bilden aktuelle Ausgrabungen am Ringheiligtum in Pömmelte und der benachbarten Kreisgrabenanlage von Schönebeck zur Erforschung der grundlegenden Kulturgeschichte der Zeit der Himmelsscheibe. Diese wird so aufbereitet, dass der Besucher die Wahl hat, sich seinen Wünschen entsprechend den analogen und digitalen Inhalten zu nähern: Verschiedene mediale Kommunikationsvorlieben, die Herkunft der Interessierten, unterschiedliche Bildungs- und Altersstufen sollen keine unvereinbaren Gegebenheiten sein. Wir suchen im Medium einen zusätzlichen Nutzen oder Reiz, der die Vermittlung der Inhalte verstärkt. Das kann das Öffnen einer Entdeckerkarte sein, die dann tatsächlich neues Wissen entfaltet oder auch der unmittelbare dramatische Effekt einer Virtual-Reality-Brille, durch die wir in eine neue Welt gelangen.

Wissenserschließung Pömmelte und Schönebeck

Für das Verständnis der religiösen, gesellschaftlichen und kulturgeschichtlichen Grundlage der frühbronzezeitlichen Himmelsscheibe von Nebra bildet die Rituallandschaft zwischen den beiden Hengemonumente von Pömmelte und Schönebeck eine ideale Basis. Die immense Dichte an Siedlungsnachweisen, Bestattungen und sicherlich religiös motivierten Anlagen der endneolithischen Schnurkeramik- und Glockenbecherkultur sowie der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur sind für den mitteleuropäischen Raum einzigartig. Die besten Parallelen lassen sich am besten mit Stonehenge und Avebury auf den britischen Inseln fassen. Das Wissen um den Wandel dieser annähernd 1000 Jahre bestehenden Rituallandschaft soll in den Jahren 2019 und 2021 näher erschlossen werden.

eMuseum Himmelswege

Als digitales Angebot will das eMuseum  museale Aufgaben und Chancen neu denken. Auch hier stehen die Himmelsscheibe von Nebra und die Himmelswege im Zentrum.

Anhand eines innovativen Vermittlungsangebots wird dem Nutzer mehr als nur eine Möglichkeit zur Vor- und Nachbereitung eines Museumsbesuchs geboten: durch verschiedene Zugänge zu den Himmelswegen wird ein neuartiger digitaler Wissens- und Erlebnisraum geschaffen. Dadurch werden auch jene Besucher gewonnen, denen es nicht möglich ist, persönlich anzureisen.

Entdeckerkarten Himmelswege

Vier Entdeckerkarten sollen Besuchern die spannende Umgebung der Himmelswege-Stationen (Arche Nebra, Sonnenobservatorium Goseck, Dolmengöttin von Langeneichstädt, Landesmuseum für Vorgeschichte Halle und Ringheiligtum Pömmelte) erschließen. Diese Karten widmen sich den einzelnen Mikroregionen der Himmelswege-Stationen. Neben den archäologischen Schauplätzen werden auch jene Schätze abgebildet, die nicht jedem auf den ersten Blick ins Auge fallen.

Downloadausstellung Himmelswege

Die Downloadausstellung beschreitet einen neuen Ansatz der Vermittlung in der Museums- und Ausstellungswelt. Per Mausklick kann eine Posterausstellung zur Himmelscheibe und den Himmelswegen kostenfrei heruntergeladen werden. Die Ausdrucke können Basis sein für eine eigene kleine Präsentation und sind besonders für Schulen, Vereine und öffentliche Einrichtungen interessant. Die Ausstellung soll in mindestens zwei Sprachen (Deutsch und Englisch) verfügbar sein.

›Sky Disc / Sky Paths and the Internet‹

In diesem Kunstprojekt steht nicht die Informationsvermittlung im unmittelbaren Vordergrund, vielmehr soll eine Installation den Besuchern mittels Virtual Reality einen besonderen audiovisuellen Zugang und ein Eintauchen in die Welt der Himmelsscheibe ermöglichen.

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