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Das Zeitalter der Schwerter

Schwert, Schild und Lanze sind Zeichen für die zunehmende reale und symbolische Bedeutung des Kriegertums, das sich in der Bronzezeit zu einem eigenen sozialen Stand mit organisierten Kriegergefolgschaften entwickelte.

Das kunstvolle Arrangement der Schwerter und einer Lanzenspitze aus den spätbronzezeitlichen Fundorten Bothenheilingen und Kehmstedt vereint unterschiedliche Typen aus verschiedenen Regionen Europas. Wie ein Großteil der Waffenfunde Mitteldeutschlands wurden sie nicht in Gräbern, sondern in Bronzehorten gefunden und möglicherweise von Gefolgsleuten unterschiedlicher Herkunft gemeinsam niedergelegt.

Hier lohnt sich ein detaillierter Blick. Denn jedes Schwert trägt seine eigene Geschichte. Hiebspuren und Nachschärfungen der Klinge verweisen auf den Einsatz der Waffen im Kampf. Kunstvolle Verzierungen bringen Rang und Würde des vormaligen Besitzers zum Ausdruck.

Der überhöhte Symbolwert einer Waffe als Kennzeichen des Kriegers, Anführers und Helden verdeutlicht sich besonders anhand prunkvoller Exemplare, die nicht für den Kampf, sondern als Statussymbol und/oder Kultobjekt geschaffen wurden.

Dazu zählen auch die beiden Schilde, die bereits 1844 in einem Moor bei Herzsprung entdeckt wurden. Die einst sonnenhell glänzenden Funde aus dem 8. Jahrhundert v. Chr. sind aus dünnwandigem Bronzeblech gearbeitet und weisen keinerlei Gebrauchsspuren auf. Nachdem sie ihren Zweck erfüllt hatten, wurden die Herzsprungschilde entlang der Knickkanten zusammengefaltet und dem Moor übergeben.

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