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Ausstellungsarchiv

Krieg – Eine archäologische Spurensuche

Vom 6. November 2015 bis zum 22. Mai 2016.

Die Entdeckung eines Massengrabes im Jahr 2011 aus der Schlacht von Lützen (1632) war ein Meilenstein der seit 2008 durchgeführten archäologischen Erforschung des Schlachtfeldes und Anlass, dem Phänomen »Krieg« aus archäologischer Sicht von seinen Anfängen an nachzugehen. Auf insgesamt 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden etwa 900 Exponate und Exponatgruppen aus über 60 europäischen Museen und Sammlungen gezeigt. Die Sonderausstellung, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, öffnet am 6. November 2015 ihre Pforten und wird bis zum 22. Mai 2016 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale) gezeigt. Gefördert wurde sie mit namhaften Mitteln seitens des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der Stiftung zur Förderung der Archäologie in Sachsen-Anhalt, der Mitteldeutschen Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG), der Kulturstiftung der Länder und des Vereines zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) e.V

Die Schlacht von Lützen am 6. November 1632 war mit mehr als 6500 Gefallenen eine der blutigsten des gesamten 30-jährigen Krieges. Als ausdrucksstarkes Antikriegsmonument bildet das Massengrab mit 47 Toten das Herzstück der internationalen Sonderschau. Es wurde im Ganzen als sogenannte Blockbergung gesichert und stellt mit einer Größe von insgesamt 3,5 Meter mal 4,5 Meter die größte Blockbergung dar, die bisher in Sachsen-Anhalt durchgeführt wurde. Nach seiner Sicherung wurde das Grab sorgfältig freigelegt, unter restauratorischen Vorgaben präpariert und mit modernsten bioarchäologischen Methoden erforscht. Der weltweit einzigartige Befund bietet die einmalige Chance, jedem der namenlosen Toten ein Gesicht und einen Teil seiner Identität zurückzugeben und damit die leidvollen Aspekte der Geschichte zu beleuchten, die in den einschlägigen Büchern kaum zu finden sind.

Zahlreiche Zeugnisse, wie in der Schlacht verwendete Waffen, archäologische Funde vom Schlachtfeld selbst und historische Quellen erläutern den Ablauf der kriegerischen Handlungen und betten sie in den zeitgenössischen Zusammenhang ein.Ein eigener Abschnitt ist den beiden Heerführern, König Gustav II. Adolf von Schweden, der im Kampf den Tod fand, und Albrecht von Wallenstein gewidmet. Durch exklusive Originale, wie der elchledernen Reitjacke des Schwedenkönigs mit den Einschuss- und Einstichlöchern oder das Präparat des Lieblingspferdes Wallensteins werden einander gegenübergestellt.

Ein zweiter Ausstellungsteil widmet sich den Ursprüngen des Phänomens »Krieg«. Aggression und Gewalt gehören ohne Zweifel zur Natur des Menschen. Regelrechte kriegerische Auseinandersetzungen sind allerdings erst ab der Jungsteinzeit nachzuweisen. Als ältesten mitteleuropäischen Beleg zeigt die Ausstellung einen Befund aus Halberstadt, Landkreis Harz, aus der Zeit um 5.000 vor Christus. Im Laufe der Zeit ändern sich Organisation, Taktik und Waffentechnologie, wie zahlreiche Belege und Ausstellungsstücke aus der gesamten Alten Welt zeigen. Erstmalig überhaupt wird das bronzezeitliche Schlachtfeld aus dem Tollensetal in Mecklenburg-Vorpommern umfänglich der Öffentlichkeit präsentiert. Weitere spektakuläre Exponate sind ein Hörnerhelm von Viksjö aus dem Nationalmuseum Kopenhagen, bronzene Kriegerfiguren aus Sardinien und goldene Prunkwaffen.

Alles auf einen Blick!

Hier können Sie sowohl unseren Flyer zur Sonderausstellung ›Krieg - Eine archäologische Spurensuche‹ [1 MB, PDF, nicht barrierefrei] als auch die Übersicht zum begleitenden Veranstaltungsprogramm [1,3 MB, PDF, nicht barrierefrei] herunterladen.

Förderer der Sonderausstellung

Wir danken unseren Förderern und Unterstützern.

Die Ausstellung wurde finanziert durch Mittel des Landes Sachsen-Anhalt.

Sie wurde gefördert durch den Verein zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle (Saale) e.V.

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