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The Invention of the Germans

Terra incognita

Zum Schutz seiner gallischen Provinzen strebte das Römische Reich nach Machtdominanz in den germanischen Gebieten.

Konnten im 1. Jahrhundert nach Christus neue Provinzen an Rhein und Donau konsolidiert werden, gelang der von Augustus erstrebte Landgewinn bis zur Elbe auch den nachfolgenden Cäsaren nie. Es ist jedoch belegt, dass mehrere Feldzüge bis an die Elbe und Saale stattfanden. Diese Routen lassen sich auch anhand von Münzen, die Legionäre und Bundesgenossen auf ihrem Weg verloren, rekonstruieren.

Die Funde von republikanischen Denaren skizzieren beispielsweise die Vorstöße des Drusus 9 vor Christus zur Saale und des Ahenobarbus 3 vor Christus zur Elbe.

Die Niederlage der Varus-Legionen gegen das Germanenheer des Arminius 9. n. Chr. stoppte den römischen Expansionsdrang zeitweilig. Gewalt schuf letztlich keine nachhaltigen Abhängigkeiten.

Andere Strategien verpflichteten einheimische Anführer und Stämme besser zur Treue: Verleihung des römischen Bürgerrechts, Bündnisse, Privilegien, Geschenke und Entlohnungen.

Aber auch Handel, kleinere Strafexempel zur Demonstration der imperialen Macht sowie das Schüren von innergermanischem Streit hielt die Grenzen einigermaßen sicher.

Aha! Whither are you going, insatiable Drusus?

According to tradition, with this question a Germanic giantess confronted Nero Claudius Drusus on the banks of the Saale. The stepson and designated successor of Emperor Augustus, whose likeness adorns the exhibition room as a bronze cast, undertook several expeditions to the inner-Germanic territories in the years 12 BC to 9 BC, attacked local tribes, and founded military bases. Scared off by the ominous encounter with the giantess, he ended the campaign. While retreating to the Rhine, he fell from his horse and succumbed to his injuries.

»(...) a woman namely of superhuman size came up to him and spoke:Whither are you going, insatiable Drusus? You have not been granted to see all these lands. Withdraw! Because the end of your deeds and your life is near‹.« Cassius Dio, Historia Romana 55, 1.3.


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