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Tagungen

Im Herzen des Imperiums – Archäologie der Ottonenzeit im mitteldeutschen Raum

Eine gemeinsame Tagung des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie des Instituts für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale) vom 10. bis zum 12. November 2022.

Das Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt bildete unter den Ottonen einen Kernraum des ostfränkischen Königtums und des Heiligen Römischen Reiches. Im 10. und frühen 11. Jahrhundert entstanden zahlreiche Kirchen, Klöster und Burgen. Im Umfeld des Harzes verteilten sich oft besuchte Königshöfe beziehungsweise Pfalzen von großer politischer Bedeutung. Unter diesen nahmen Quedlinburg und Magdeburg als Herrschaftszentren eine herausragende Stellung ein.

Aktuell steht diese außerordentliche Herrschaftslandschaft im Fokus von Forschungen des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt: An mehreren bedeutenden Orten der Ottonenzeit – so in Helfta und Memleben – finden größere Ausgrabungen statt. Baugeschichtliche Studien befassen sich mit erhaltenen Bauwerken – etwa in Quedlinburg und Gernrode – und kunstgeschichtlich-archäologische Projekte beschäftigen sich mit der Auswertung älterer Ausgrabungen unter anderem in Halberstadt und Magdeburg. Dabei ergeben sich faszinierende neue Einsichten zu den Schauplätzen ottonischer Reichsgeschichte, zur Organisation und Präsentation von Herrschaft sowie zu den wirtschaftlichen, militärischen und kirchlichen Strukturen einer Region, die damals das Herz des Imperiums bildete.

Im Rahmen der interdisziplinären Tagung ›Im Herzen des Imperiums – Archäologie der Ottonenzeit im mitteldeutschen Raum‹ sollen die laufenden Forschungen präsentiert, diskutiert und in einen überregionalen Kontext eingeordnet werden.

Programm

Donnerstag, 10. November 2022

Ab 8.30 Uhr Anmeldung.

 

9.15 bis 9.30 Uhr
Prof. Dr. Harald Meller, Prof. Dr. Felix Biermann und Prof. Dr. Leonhard Helten (alle Halle [Saale]): Begrüßung und Einführung.

 

Einführung – die Ottonenzeit

9.30 bis 10.00 Uhr
Dr. Gerrit Deutschländer (Halle [Saale]): Die ottonische Herrschaftslandschaft im mitteldeutschen Raum.

10.00 bis 10.30 Uhr
Dr. Dirk Höhne (Halle [Saale]): Überkommene Architektur der Ottonenzeit in Sachsen-Anhalt – ein Überblick.

 

10.30 bis 11.00 Uhr – Kaffeepause.

 

11.00 bis 11.30 Uhr
Prof. Dr. Leonard Helten (Halle [Saale]): Klöster, Kirchen und Pfalzen der Ottonenzeit – ein Überblick aus kunsthistorischer Perspektive.

11.30 bis 12.00 Uhr
Prof. Dr. Matthias Untermann (Heidelberg): Herrschaftsarchitektur im Westen des Ottonenreichs.

 

12.00 bis 13.30 Uhr – Mittagspause.

 

Kirchen und Pfalzen der Ottonenzeit im mitteldeutschen Raum

13.30 bis 14.00 Uhr
Dr. Ralf Schwarz (Halle [Saale]), Dr. Christian Schweitzer (Burgwedel): Geophysikalische Untersuchungen in Burgen des 8. bis 10. Jahrhunderts in Sachsen-Anhalt: Derenburg, Helfta und Seehausen.

14.00 bis 14.30 Uhr
Dr. Holger Grönwald (Halle [Saale]/Dresden): Memleben. An der echten Substanz der Monumentalkirche der Ottonen.

14.30 bis 15.00 Uhr
Dr. Götz Alper (Halle [Saale]): Die Pfalzen Derenburg und Bodfeld – Orte königlicher Repräsentation und Zentren der Eisenmetallurgie im Harzgebiet.

15.00 bis 15.30 Uhr
Prof. Dr. Matthias Becker (Halle [Saale]): Fragen zur Pfalz in Merseburg. 110 Jahre archäologische Forschungen auf dem Domhügel.

 

15.30 bis 16.00 Uhr – Kaffeepause.

 

16.00 bis 16.45 Uhr
Sandra Kriszt M. A., Lena Schulten M. A. (beide Heidelberg): Magdeburg – Dom und Domplatz zur Ottonenzeit.

16.45 bis 17.30 Uhr
Prof. Dr. Felix Biermann (Szczecin/Halle [Saale]), Normen Posselt M. A. (Halle [Saale]): Helfta und Großwangen – Herrschaftszentren der Karolinger- und Ottonenzeit.

 

19.00 Uhr – Abendvortrag
Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (Kiel): Nichts Neues? Bemerkungen zur Buchmalerei und Goldschmiedekunst unter den Ottonen.

Anschließend Abendempfang im Landesmuseum.

 

Freitag, 11. November 2022

9.00 bis 9.30 Uhr
Holger Rode M. A. (Leipzig), Dipl. Inf. Philipp Baumgarten B. A. (Zeitz): Wenn die Quellen schweigen – archäologische Forschungen an einer bisher unbekannten Burganlage der Ottonenzeit auf dem Posaer Berg bei Zeitz.

9.30 bis 10.00 Uhr
Michael Dapper M. A. (Kelbra): Tilleda: Bemerkenswerte Strukturwandel einer Pfalzanlage.

10.00 bis 10.30 Uhr
Tobias Schoo M. A. (Lüneburg): Die Domburg und die Marktsiedlung des Bischofssitzes Halberstadt in der Ottonenzeit.

 

10.30 bis 11.00 Uhr – Kaffeepause.

 

11.00 bis 11.30 Uhr
Prof. Dr. Stephan Freund (Magdeburg): Wallhausen – ein heute (beinahe) vergessener Hauptort der Ottonenzeit.

11.30 bis 12.00 Uhr
Prof. Dr. Tobias Gärtner (Halle [Saale]): Quedlinburg im 10. und 11. Jahrhundert.

12.00 bis 12.30 Uhr
Dr. Volker Seifert( Halle [Saale]): Die Kapitelle in der Krypta der Stiftskirche und in der Drübecker Klosterkirche.

 

12.30 bis 14.00 Uhr – Mittagspause.

 

14.00 bis 14.30 Uhr
Dr. Ines Spazier (Weimar): Pfalzenforschung in Thüringen.

14.30 bis 15.00 Uhr
Udo Hopf (Weimar): Otto in Ohrdruf – historische Überlieferung und archäologische Befunde.

15.00 bis 15.30 Uhr
PD Dr. Markus C. Blaich (Hannover): Forschungen zu ottonischen Pfalzen in Niedersachsen.

 

15.30 bis 16.00 Uhr – Kaffeepause.

 

16.00 bis 16.30 Uhr
Dr. Susanne Kimmig-Völkner (Halle [Saale]): Die besonderen Bestattungen der Elite: Kopfnischensarkophage.

16.30 bis 17.00 Uhr
Björn Dittrich (Halle [Saale]): Die Erwähnung ottonischer Pfalzen im Sachsenspiegel – Pfalzen als Orte des Rechts.

 

Burgen der Ottonenzeit im mitteldeutschen Raum

17.00 bis 17.30 Uhr
Prof. Dr. Peter Ettel (Jena): Ottonenzeitliche Befunde der Ausgrabungen auf der Kuckenburg – eine Burg des Hersfelder Zehntverzeichnisses.

17.30 bis 18.00 Uhr
Katja Grüneberg-Wehner M. A., PD Dr. Donat Wehner (beide Halle [Saale]): Der ottonenzeitliche Burg-Siedlungskomplex in Landsberg. Überlegungen zu Funktion und Bedeutung.

 

Anschließend Tagesausklang in hallescher Gaststätte.

 

Samstag, 12. November 2022

9.00 bis 9.00 Uhr
Dr. Susanne Friederich, Stefan Dembinski M. A. (beide Halle [Saale]): Aschersleben-Westdorf – ein ottonenzeitlicher Burg-Siedlungskomplex oberhalb der Eine.

9.30 bis 10.00 Uhr
Martin Freudenreich M. A. (Halle [Saale]): Frühmittelalterliche Burgen zwischen Saale, Fuhne und Weißer Elster.

10.00 bis 10.30 Uhr
Dominic Petzold M. A. (Halle [Saale]): Die Arneburg – eine archäologisch-historische Bilanz von der Gründung bis zum Jahr 1636.

10.30 bis 11.00 Uhr
Madeleine Fröhlich M. A., Reinhard Schmitt (beide Halle [Saale]): Burg Querfurt – erste Ergebnisse der archäologischen Untersuchungen 2018–2021.

Ab 11.00 Uhr
Abschlussdiskussion.

 

13.00 bis 17.00 Uhr
Exkursion nach Merseburg (Stadtführung, Dom, Schlossmuseum).

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. Harald Meller / Prof. Dr. Felix Biermann
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. Leonhard Helten
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Koordination und Anmeldung

Bitte melden Sie sich bis zum 15. Oktober 2022 unter aschuchardt@lda.stk.sachsen-anhalt.de an. Aufgrund eines beschränkten Platzangebots können wir möglicherweise nicht alle Anmeldungen berücksichtigen. Plätze werden nach Eingangsdatum der Anmeldung vergeben. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Die Tagungsgebühren betragen 20,00 € pro Person, ermäßigt 10,00 €.

Bitte informieren Sie uns bei Ihrer Anmeldung, ob Sie eine Teilnahme an der Exkursion wünschen.

Dr. Susanne Kimmig-Völkner
+49 345 5247-401
skimmig-voelkner@lda.stk.sachsen-anhalt.de

Aniela Schuchardt M. A.
+49 345 5247-372
aschuchardt@lda.stk.sachsen-anhalt.de

Informationen

Bitte beachten Sie, dass während der Veranstaltung die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie gelten.

Während der Veranstaltung werden Foto- und Videoaufnahmen gemacht, die der Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit dienen.

Tagungsort

Hörsaal des Landesmuseums für Vorgeschichte
Richard-Wagner-Straße 9
06114 Halle (Saale)

Veranstalter

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt

Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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