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Gebaut für die Ewigkeit

Im Westen Europas erwachte im 5. Jahrtausend v. Chr. die Idee, monumental zu bauen. Riesige Langhügel, die als Gräber dienten, Großsteingräber und Menhire (bretonisch für ›maen‹ = Stein und ›hir‹ = lang) sind Zeugen dieser Megalithik (griechisch für ›mégas‹ = groß und ›lithos‹ = Stein).

Die europäische Megalithtradition, die wohl an der bretonischen Atlantikküste ihren Ausgangspunkt hat, ist in ihrer Ausprägung, Verbreitung und der Anzahl der Bauten einzigartig. Über 2.000 Jahre lang trugen viele europäische Kulturen den Monumentalgedanken weiter und formten ihn nach ihrem Sinn.

Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. begann das megalithische Bauen auch an der unteren Saale und Elbe. Neben Menhiren errichtete man vor allem Großsteingräber: einfache Dolmen (ein Tragsteinpaar mit einem Deckstein), Großdolmen (mehrere Tragsteinpaare), Ganggräber (Großdolmen mit seitlichem Eingang) und Langhügel, die für die nördliche Megalithik in Sachsen-Anhalt typisch sind. Wo keine eiszeitlichen Findlinge greifbar waren, behalf man sich mit Steinplatten aus anstehendem Gestein, z. B. Porphyr.

Schon 1842 erfasse Johann Friedrich Danneil alle ihm bekannten Großsteingräber der Altmark und führte zahlreiche Ausgrabungen durch. Ende des 19. Jahrhunderts wurden in der Altmark noch 190 Anlagen vermerkt, von denen heute nur noch 48 erhalten sind.

Nach 2.700 v. Chr. wurden keine Megalithgräber in unserer Region mehr errichtet.

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