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Eisenzeit

Eisen – das sterbliche Metall, weil es unansehnlich verrostet; unedel; offenbar keines Gottes würdig. Und doch ist es einer der wenigen Faktoren, die das soziale und wirtschaftliche Leben aller Kulturen grundlegend revolutionierte. Zu Beginn seiner Entdeckung war es wertvoller als Gold, nur Pharaonen und ähnlichen Großherrschern vorbehalten.

Zunächst auch zu Schmuck verarbeitet, überzeugte es sehr bald nur noch als Werkzeug und Waffe. Sein eigentlicher Wert bestand aber darin, dass es anders als Kupfer und Zinn weithin und für nahezu jedermann verfügbar war.

Blieb die Herstellung und Verteilung von Bronze in den Händen weniger Spezialisten und Mächtigen, so war die Gewinnung von Eisen – trotz der Abhängigkeit von Metallurgenwissen – vielerorts ungehindert möglich. Schmieden konnte man dann letztlich in jedem Dorf. Indem sich so die Bevölkerung selbständig mit Arbeits- und Kriegsgerät versorgen konnte, war das Monopol der Buntmetall-Eliten gebrochen. Diese ›Erz-Demokratisierung‹ begünstigte gesellschaftliche Neuordnungen.

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